Samstag, 8. Dezember 2007

Kalte Noches + heisse Tardes


Schon lange haben wir Portugal und die Algarven hinter uns gelassen. Den südlichsten Zipfel von Europa wollten wir natürlich auch tangieren, aber oh Schreck!!! Kein idyllisches Plätzchen wo wir verweilen wollten. Alles nur Hotelneubauten und Baustellen an der südlichen Küste Spaniens. Wir denken auf jeden zweiten Spanier kommt ein Baukran. So zog es uns doch wieder vom Tummelplatz für Baufirmen in das Landesinnere und wurden in den Sierras fündig. Abgelegene Orte an schönen Stauseen wo wir tagelang alleine die Natur geniessen konnten und keinen Moment ausliessen zu fischen (bis jetzt aber ohne Erfolg, minus 1 Zäpfli und 3 Löffeli und es paar Meter Silch).

Wir hatten unsere Ruhe, na ja bis auf einmal, als ein komischer Kauz uns aufsuchte und uns Geschichten von 26 Überfällen auf Camper und 3 Tote im letzten Jahr erzählte. Aber dies ist eine andere Geschichte.

Am Tage haben wir bis zu 24 Grad, schön warm und super für den Dezember. In den Nächten jedoch wird es gerne 0 Grad und am Morgen hängt Reif an den Bäumen. Ein wunderschönes Bild wenn die Sonne aufgeht, aber Ar...kalt.

Dienstag, 27. November 2007

Algarven

Die portugiesischen Strassen (holper, holper) führten uns zu den schönen Algarven. Um unser Proviantlager aufzufüllen verschlug es uns in einen kleinen Mercado (Markthalle) in Vila do Bispo um mal einheimisch einzukaufen (und das mit unserem portugiesisch, ha ha). Es roch sehr nach Fisch..... Wir erbeuteten 6 Meeresfische (keine Ahnung wie man die zubereitet, geschweige denn wie sie heissen) und etwas Gemüse. Die Portugiesen sind wirklich sehr freundliche Leute, auch wenn man die Sprache absolut nicht beherrscht. Nachdem wir die Fische selber ausnahmen, grillierten wir Sie in einer Bucht an den Steilküsten.

Leider können wir im Moment keine Bilder hinzufügen, der Bloger will sie einfach nicht annehmen, obwohl es hochanständige Fotos sind. Auch dieses Problem kriegen wir bald in den Griff (lieber Jürg, falls Du einen guten Tip hast, sind wir Dir sehr dankbar dafür).

Momentan tuckerln wir durch die verschiedenen Sierras (Lizardfreundliche Gegend) von Spanien. Strieli, unser treuer Diener bringt uns über die steilsten, kurvigsten, holprigsten spanischen Pässe. Und natürlich wieder sicher runter, mit dem "Kleinen" der da hinten dran hängt. Bilder folgen.

Liebe Grüsse an euch alle. Immer wieder freuen wir uns, eure Kommentare zu lesen. Und so haben auch wir was zu lachen.

Bis bald Lini&Roli


Freitag, 23. November 2007

Strielis harter Aufstieg






Strielis harter Aufstieg, zurück auf die geehrte, geteerte Strasse!


Eine steile Kiesstrasse (ca. 8% Gefälle) führte uns zu diesem idyllischen Platz. An diesem wunderbaren Ort wollten wir etwas verweilen. Ein Strand für uns allein. In der letzten Nacht häts gseicht, und gseicht und gseicht was es hät mögä. Wir hatten da so unsere Zweifel ob unser Vorderradantrieb-Strieli diese Steigung mit Anhänger bewältigt. Auf trockenem Untergrund wäre es sicher möglich gewesen, in einem Zug diese Piste wieder hochzukommen. Oh oh, aber schon beim 1. Versuch stellten wir fest, dass wir nicht ein Viertel der Strecke schaffen. Der 2. Versuch endete noch miserabler. Bereits zum 2. Mal mit dem Anhänger die ganze, geschaffte Strecke rückwärts wieder nach unten in die Anlaufzone. Also grosses studieren, und das ohne Frühstück!!! Mehrere Möglichkeiten zogen wir in Betracht: Luft ablassen an den Vorderreifen für eine grössere Auflagefläche? Schneeketten montieren? Oder den ganzen Schotterweg im Rückwärtsgang hochfahren mit unserem Kleinen (Anhänger) an der vorderen Stossstange befestigt? Also mit viel Caracho und Tempo meisterten wir dieses Hinderniss. Wir sind stolz auf Strieli, das Spannset und den Chalberstrick. Unsere Reise konnte fröhlich weitergehen.

Beschwerliche Verbindungen

In Portugal sind nicht nur die Strassen schlecht sondern auch die Telefonverbindungen, endlich haben wir einen Platz gefunden wo wir wieder online sind.




Nach Santiago de Compostela liessen wir Spanien für den Moment hinter uns.

Auch für ungläubige ist es ein sehenswerter Ort, mit vielen kleinen verwinkelten Gassen, histerische Gebäude und an jeder Ecke eine kleine Kirche. Viele Pilger zieht es nach Santiago de Compostela um Ihre Erleuchtung zu finden, genau so viele Bettler säumen die Kirchenpforten um das Manna (Geld) zu finden. Die Temperaturen trieben uns immer noch weiter in den Süden. Wo es unsere geschundenen Knochen etwas wärmer haben. (Apropo Chnöchä) Und so sind wir mit unseren Gedanken bei der Wildkatze, der wir gute Besserung für ihre Hand wünschen.