Sonntag, 13. Januar 2008

Die heiligen Marien des Meeres


Vorerst mal, in Rolis Frisur hat es keine Löcher. Eine Nahaufnahme seines Kopfes möchten wir euch ersparen, und auch das Zahbürsteli unter seinem Zolggen ist verschwunden.
Gut 10 Tage verweilten wir bei den heiligen Marien (Les Stes Maries de la Mer), ein wirklich zauberhaftes Städtchen. Alteingesessene Hippis würden sich freuen, es ist immer noch wie vor 25 Jahren. (keine modernen hässlichen Hotelbauten). Ein idealer Ort für Pferdeliebhaberinnen (Kathy&Sirene) sowie für Ornithologen (nichts ordinäres) und Strandläufer.
Die 600 nach Christus gebaute Kirche ist der Kern eines kleinen Dorfes mit vielen engen Gassen und verwinkelten Höfen mit kleinen Restaurants und Boutiquen. Die Krypta dieser alten Kirche beherbergt Sarah, die Schutzheilige der Zigeuner. Ein wirklich sehenswertes Städtchen.
Natürlich sind wir in der Zwischenzeit schon wieder weiter, das heisst zurück nach Gruissan. Hier wimmelt es nur so von Immobilienfirmen. Immer nur Urlaub hängt uns zum Hals raus, wir wollen mal was produktives machen. Extra für diesen Fall gestalteten wir eine neue Broschüre (natürlich auf französisch) von SSZ Hochdruckreinigungen. Siehe deutsche Version unten:



Junges Schweizer-Ehepaar
reist mit Hochdruck!

Mit unserem Hochdruckreinigungs-Service touren wir durch die Welt und möchten mit dieser Arbeit unsere Reise finanzieren.

Durch die langjährige, selbständige Ausübung dieser Dienstleistung in der Schweiz, bringen wir ein grosses Fachwissen mit.

Dienstag, 1. Januar 2008

Happy New Year

und genug Pastis für die nächsten Jahre...?

Wir sitzen in Stes Maries-de-la-Mer und geniessen einen 12-jährigen Armagnac. Es ist 20.00 Uhr, die letzten ankommenden Camper suchen noch einen Schlafplatz auf dem doch schon recht überfüllten Camperparkplatz. Rechts und links der Parkstrasse Camper soweit das Auge reicht. Der Mistral weht in sanften Brisen über unseren Strieli hinweg.
So, und jetzt zum wesentlichen. Unter unserem Esstisch, auf einer flauschigen Wolldecke liegt ein "Pastis".
1 Jahr, 1 Monat und etwa 5 Tage alt, männlich. Pastis ist unser neuer Wegbeleiter, den wir schon sehr ins Herz geschlossen haben. Ist ja logisch das der Name für den Hund von uns stammt. Für diejenigen die Pastis doof finden, besser Pastis als Bastard!!!
Es ist ein kluger Hund, ein waschechter Franszose aus Südfrankreich. Vom bezaubernden Ort Cessenon-sur-Orb, wo wir Weihnachten bei lieben Freunden verbringen durften. Und er lässt euch alle grüssen, WUFF!

Chèr Serge, chère Dominique, encore une fois merci beaucoup que vous avez nous confié "Pastis". Il s'est habitué très vite à nous. Il est intelligent, a un bon caractère et apprend très vite. Hier il etait chez le vétérinaire. Pastis a reçu des papiers, des vaccinations, un médicament contre les vers, une identification électronique et il est en bonne santé. Il dit à vous Bonjour!!

Wichtige Nachricht für Neuzugänger und langjährige Abonnenten unserer Strieliseite!
Um Kommentare zu schreiben, braucht Ihr euch nicht mehr Anzumelden. Wir haben dieses lästige Hindernis beseitigt um es dem einen oder andern leichter zu machen uns nette Kommentare zu schreiben.




Montag, 24. Dezember 2007

Joyeuses fêtes



Vor ca. 1 Woche verliessen wir Spanien endgültig. Kurz vor der französischen Grenze fanden wir eine Dutyfree-Stadt, spezialisiert auf die Fernfahrer. Mit tollen Dirnen-Angeboten zu Sonderkonditionen (die armen Trucker, brrrr). Einige der Damen wurden wohl schon vor einiger Zeit am Strassenrand vergessen.
Bis zu unseren Freunden in Cessenon-sur-Orb (da wo einst einer sein Bein rouinierte) legten wir exakt 8'384 km zurück. Nun ist eine längere Pause angesagt, wo wir alles wieder auf Vordermann bringen. Als erstes grosse Wäsche!!! Eine für Strieli und den Kleinen, eine für unsere Furzgürkli und last but not least eine Wäsche für uns. So lassen wir uns an der Sonne trocknen und feiern Weihnachten bei 24 Grad und Fondue Bourgignon im freien, mit eigenem Weihnachtsbaum. Wir wünschen euch frohe Weihnachten und senden wärmende Sonnenstrahlen. Von Herzen ein gutes Neues Jahr. Bis jetzt erlebten wir aufregende Zeiten und sind froh, dass alles gut gegangen ist. Das Motörli läuft und säuft wie am ersten Tag. Wir hoffen, dass es so weiter geht. Fische haben wir leider immer noch keine gefangen, lovely big sister und Gartenfloh.

Freitag, 14. Dezember 2007

Stürmische Nächte im Delta De L'ebre


Sind wir nicht Glückspilze? So konnten wir Strieli doch nur mal 4 Meter vom Wasser entfernt platzieren, an einer Flussmündung direkt am Meer. Einzelne Palmen, hohe Schilffelder mit viel Gevögel-gezwitscher. Das Flussufer teilten wir mit ca. 12 spanischen und 1 britischen Camper. Wir fischten (und schifften) am De L'ebre was das Zeugs hielt. Am 2. Abend erlebten wir einen einzigartigen, noch nie dagewesenen Sonnenuntergang. Eine sanfte Brise zog auf. Die Wolken zogen sich an roten, langen Bändern dahin. Vor lauter bestaunen des Naturschauspiels bemerkten wir nicht das wegfahren einiger Camper. Wir sollten noch erfahrten wieso.

Die Sonne ging unter, der Himmel blieb rot, zum Z'nacht gibt es Wurscht, Chäs und Brot!
Als Bettmümpfeli gabs wie üblich: Sternen gucken vor dem Strieli mit Verdauerli.
Mittlerweile hat sich die Brise zu einiem Stürmchen entwickelt. Damit Strieli nicht zuviel Seegang bekommt, und wir ruhig schlafen können, stellten wir kurzerhand den "Kleinen" auf die Breitseite von Strieli (als Schutz vor stärkeren Böen). Beruhigt gingen wir schlafen. Exakt um 2.00 Uhr schüttelte uns das "Chuten" aus dem Schlaf. Bei einem Rundgang ums Wohnmobil bemerkten wir, dass 3 weitere Camper fluchtartig den Platz verliessen. Nun hatten wir Schiss, dass uns Strieli aus den Latschen kippt. Sollten wir auch wegfahren? Doch wohin? Weit und breit kein Schutz. Also gab es nur eines für uns zu tun. In unser rüttelndes, trautes Heim zu sitzen, Kaffe zu trinken und Back Gammon zu spielen. (Die Partie ging an Roli).
So wollten wir in stoischer Ruhe die stürmische Zeit überstehen, wie der Brite, der auch geblieben ist (Der Trank sicher Tee mit seiner Gattin und spielte Scrabble).

Nun wissen wir, was dieses blutrote Abendrot bedeutet.