Sonntag, 17. Februar 2008

Die andere Geschichte


Wir tuckerln gerade durch die Provence Richtung Côte d'Azur: St.Tropez, Cannes, Nizza, Monte Carlo und weiter Richtung Italien nach San Remo. Unser nächstes Ziel.
Da wir einen ganzen Monat in Gruissan verbrachten und Ihr das eh schon wisst, gibts im Moment auch nichts neues zu berichten. Darum berichten wir euch jetzt über die wahre Geschichte am Stausee in Spanien.
(Anhang vom Samstag 8. Dezember, siehe Blogger: Kalte Noches, heisse Tardes)

Die andere Geschichte
Gerade kommt sie vom Stausee den Hang hinauf, in einer Hand die Angelrute, in der anderen einen Holzstock mit dem sie die gefangenen Fische erschlagen wollte. Ich rief ihr zu "Adeline, kann ich die Pfanne bereitstellen für die Fische?" Sie lächelte mir zu, in ihren Cowboystiefeln, den Jeans und dem rotkarierten Thermohemd, dass sie immer so gern trägt wenn es ein bisschen kühler ist. "Leider nichts angebissen!" ruft sie mir entgegen. Ich schenkte uns zwei Gläser Rotwein ein, und sie setzte sich zu mir an den kleinen blauen Klapptisch vor unserem Wohnmobil. Sie küsste mich zart, mit ihren weichen Lippen auf den Mund, wie es zwei verliebte tun. Wir sassen nebeneinander, schauten auf den ruhigen, spiegelglatten Stausee und stiessen auf unsere Reise an. Wie schön und friedlich es hier doch ist. Keine schlechten Menschen die einem das Wohnmobil aufbrechen, keine komischen Gestalten die einem Angst machen, wie wir es in den letzten zwei Monaten, die wir jetzt unterwegs sind von einigen Campern gehört haben.
Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu, ein schöner Dezembertag in Spanien, wo die Tage noch so richtig warm sind. Der Himmel war wolkenlos, zartblau und wechselte langsam in ein schönes Abendrot. Wir genossen die Stimmung und die laue Temperatur. Das Panorama der umliegenden Berge und Hügel spiegelte sich in dem ruhigen See, es war einfach herrlich.
Plötzlich kam eine kalte Brise über den Stausee und zerstörte die schöne Idylle, viele kleine Wellen reflektierten die nun dunkelrote Sonne, sie stand schon tief im Westen und das Licht warf lange Schatten der knorrigen Bäume über unseren Stellplatz. Ein Schatten bewegte sich jedoch auf uns zu, und wir folgten erschrocken mit weit aufgerissenen Augen dem langen, näherkommenden schwarzen Flecken auf der Erde.
Nun stand "Es" vor uns, die dunkle hagere Gestalt.
Fortsetzung folgt...

Sonntag, 27. Januar 2008

Hello People

Dieses Bild ist extra für unsere Kathy. Wurde bei der letzten Post leider vergessen, Sorry.
Wir sitzen immer noch in Gruissan und bemühen uns um Arbeit. Es ist schon ein Vorteil, wenn man mal länger an einem Ort ist, man lernt die verrücktesten Leute kennen. Sowie Chantal und Dieter, ein Schweizerpaar dass mit einem Hürlimann-Traktor und einem umgebauten Bauanhänger seit 1 1/2 Jahren unterwegs ist. Wirklich liebe Leute die uns viele Tips geben konnten und mit denen wir auch einiges unternehmen. Sie waren mit Ihrem Gespann in Griechenland, Rumänien bis nach Dänemark und hierhin nach Südfrankreich unterwegs. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 - 30 km/h. Es gibt also noch mehr verrückte auf dieser Welt.
Gruissan hat eine über 1000-jährige Geschichte und so sieht die Altstadt auch aus. Früher war es mal eine Insel, die von Stürmen regelmässig überschwemmt, und auch von den Sardenen (Piraten) heimgesucht wurde. Um 1908 wurden am Strand von Gruissan die ersten Chalets für Touristen errichtet, eigentlich eher hölzerne Pfahlbauhäuschen.
Nach längeren Recherchen über die Bewohner von Gruissan entdeckten wir, dass sie sich aufrecht auf den Hinterbeinen fortbewegen. Die Weibchen sind das ganze Jahr über empfänglich für das Balzen der Männchen. Mit rotem Kopf und Sack tanzen die Männchen um die Weibchen bis es den schönsten an sich ran lässt. Nach einer Tragzeit von ca. 270 Tagen wirft das Weibchen 1 - 2 Junge und zieht sie liebevoll auf, bis sie Flügge sind. Einige Exemplare bleiben sich ein Leben lang treu.

Sonntag, 13. Januar 2008

Die heiligen Marien des Meeres


Vorerst mal, in Rolis Frisur hat es keine Löcher. Eine Nahaufnahme seines Kopfes möchten wir euch ersparen, und auch das Zahbürsteli unter seinem Zolggen ist verschwunden.
Gut 10 Tage verweilten wir bei den heiligen Marien (Les Stes Maries de la Mer), ein wirklich zauberhaftes Städtchen. Alteingesessene Hippis würden sich freuen, es ist immer noch wie vor 25 Jahren. (keine modernen hässlichen Hotelbauten). Ein idealer Ort für Pferdeliebhaberinnen (Kathy&Sirene) sowie für Ornithologen (nichts ordinäres) und Strandläufer.
Die 600 nach Christus gebaute Kirche ist der Kern eines kleinen Dorfes mit vielen engen Gassen und verwinkelten Höfen mit kleinen Restaurants und Boutiquen. Die Krypta dieser alten Kirche beherbergt Sarah, die Schutzheilige der Zigeuner. Ein wirklich sehenswertes Städtchen.
Natürlich sind wir in der Zwischenzeit schon wieder weiter, das heisst zurück nach Gruissan. Hier wimmelt es nur so von Immobilienfirmen. Immer nur Urlaub hängt uns zum Hals raus, wir wollen mal was produktives machen. Extra für diesen Fall gestalteten wir eine neue Broschüre (natürlich auf französisch) von SSZ Hochdruckreinigungen. Siehe deutsche Version unten:



Junges Schweizer-Ehepaar
reist mit Hochdruck!

Mit unserem Hochdruckreinigungs-Service touren wir durch die Welt und möchten mit dieser Arbeit unsere Reise finanzieren.

Durch die langjährige, selbständige Ausübung dieser Dienstleistung in der Schweiz, bringen wir ein grosses Fachwissen mit.

Dienstag, 1. Januar 2008

Happy New Year

und genug Pastis für die nächsten Jahre...?

Wir sitzen in Stes Maries-de-la-Mer und geniessen einen 12-jährigen Armagnac. Es ist 20.00 Uhr, die letzten ankommenden Camper suchen noch einen Schlafplatz auf dem doch schon recht überfüllten Camperparkplatz. Rechts und links der Parkstrasse Camper soweit das Auge reicht. Der Mistral weht in sanften Brisen über unseren Strieli hinweg.
So, und jetzt zum wesentlichen. Unter unserem Esstisch, auf einer flauschigen Wolldecke liegt ein "Pastis".
1 Jahr, 1 Monat und etwa 5 Tage alt, männlich. Pastis ist unser neuer Wegbeleiter, den wir schon sehr ins Herz geschlossen haben. Ist ja logisch das der Name für den Hund von uns stammt. Für diejenigen die Pastis doof finden, besser Pastis als Bastard!!!
Es ist ein kluger Hund, ein waschechter Franszose aus Südfrankreich. Vom bezaubernden Ort Cessenon-sur-Orb, wo wir Weihnachten bei lieben Freunden verbringen durften. Und er lässt euch alle grüssen, WUFF!

Chèr Serge, chère Dominique, encore une fois merci beaucoup que vous avez nous confié "Pastis". Il s'est habitué très vite à nous. Il est intelligent, a un bon caractère et apprend très vite. Hier il etait chez le vétérinaire. Pastis a reçu des papiers, des vaccinations, un médicament contre les vers, une identification électronique et il est en bonne santé. Il dit à vous Bonjour!!

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