Montag, 17. März 2008

Die Schweiz

hat uns wieder, aber nicht für lange, den Ende Mai geht es weiter, weiter nach Norden. Schweden wirt unser nördlichstes Ziel von Europa sein, mit seinen tausenden Seen und den unendlichen Wäldern. (Vielleicht fangen wir ja da mal einen Fisch).
Wieso sind wir eigentlich schon wieder bei den Eidgenossen, wollt Ihr ja sicher wissen???
Erstens und das Wichtigste: Kathrin (die, die mit unserer Post tanzt), die liebe Kathrin hatte am 8. März eine runde Geburtstagsparty, und da wollten wir Sie erschrecken, äh überraschen. Zweitens und auch sehr wichtig: Pastis, unser vierbeiniges Durchfallmonster, das immer so artig unterm Tisch sitzt undimfurzzenweltmeisterwäre, darf nicht nach Schweden.
Das heisst, er braucht einen speziellen Bluttest wegen der Tollwut und so verschiedenem, dabei strotzt der Junge nur so vor Gesundheit.
Diese Tests müssen vom Tierarzt in ein Labohr geschickt werden und das kann einige Zeit dauern. Auch von der Verständigung her, ist es für uns hier in der Schweiz einiges einfacher als irgend wo in den Pampas.

Dritter und auch sehr wichtiger Grund: weil wir eure runzligen Ärsche vermisst haben!

Da wir nun für eine kurze Zeit mit unserer Reise pausieren und es nichts zu berichten gibt, werden wir mit der Fortsetzung „Heisse Tardes, kalte Noches“ fortfahren. Eine wirklich wahre Geschichte. Also besucht uns regelmässig auf unserer Website. Wir lassen euch nicht im Stich, auch wenn wir in der Schweiz weilen.

Sonntag, 2. März 2008

Bella Italia

Heyä Stoooopä....perque tue niente halto bi die Signaliii!!! Äää tue niente comprende....borgodio nänemale uerä Touristico.
Die ersten Worte eines kleinen Italiener, aus sini Baracca, als wir auf einen Stellplatz in
San Remo Fahren wollten. Nun gut wir sind im Land des Temperamentes?
Zuvor ging es aber gemächlich (comme-çi comme-ça) durch Cannes, die Stadt des Filmfestivals. An vielen Fassaden der alten Gebäude sind Filmgrössen wie Alain Delon oder Marilyn Monroe aufgemalt in XXLLX Grösse. Das schönste wollen wir euch nicht vorenthalten.......


Es folgte Nice mit grossen Hotelkomplexen, wo man an der Strandpromenade ein bisschen wichtig Promenieren und Schickimicki aussehen kann.
Oh aber jetzt....... Fahren wir durch den Corso von Monte Carlo, ein spezielles Erlebnis
für uns.
In der Galleria (wenn denn die so heisst) unten am Meer, haben wir alles aus Strieli rausgeholt.
Der Diiächsel vom Anhänger zog sich in die Länge (durchdiebeschleunigung) und verlor so eine gute Sekunde auf Strieli, wir gingen als erste an der schwarz - weiss Flagge vorbei, als Sieger...!!!


Und Schwupps bist du in Italien.
San Remo hielt uns nicht lange auf, es zog uns nach einer unruhigen Nacht, weiter die Küste hinauf. Es ist eine wunderschöne Strecke am Meer entlang und man könnte die Fahrt geniessen, wenn da nicht die wären, die sich in ihre hautengen Sportleggingsanzüge zwengen wo man die Eier von weitem sieht , ich spreche (pardon schreibe) von den vielen Velofahrern die unbedingt mal die Strecke San Remo – Milano bezwingen wollen. Sie fahren stets nebeneinander und sind auf der relativ engen Strasse kaum zu überholen. Aber wenn wir sie mal überholt haben, schalten wir (ich) einen Gang runter und lassen eine schöne schwarze Wolke aus unserem Auspuff „Meine Rache“!
Nun sind wir in Diano Marina auf einem schönen Stellplatz für Wohnmobile und stehen zwischen alten hochgewachsenen Olivenbäumen und lassen uns die Sonne auf den Pelz brennen. Hier möchten wir an Moni und Leo ein herzliches Dankeschön sagen für die zwei phänomenalen Nachtessen und die lässige Nachbarschaft.

Sonntag, 17. Februar 2008

Die andere Geschichte


Wir tuckerln gerade durch die Provence Richtung Côte d'Azur: St.Tropez, Cannes, Nizza, Monte Carlo und weiter Richtung Italien nach San Remo. Unser nächstes Ziel.
Da wir einen ganzen Monat in Gruissan verbrachten und Ihr das eh schon wisst, gibts im Moment auch nichts neues zu berichten. Darum berichten wir euch jetzt über die wahre Geschichte am Stausee in Spanien.
(Anhang vom Samstag 8. Dezember, siehe Blogger: Kalte Noches, heisse Tardes)

Die andere Geschichte
Gerade kommt sie vom Stausee den Hang hinauf, in einer Hand die Angelrute, in der anderen einen Holzstock mit dem sie die gefangenen Fische erschlagen wollte. Ich rief ihr zu "Adeline, kann ich die Pfanne bereitstellen für die Fische?" Sie lächelte mir zu, in ihren Cowboystiefeln, den Jeans und dem rotkarierten Thermohemd, dass sie immer so gern trägt wenn es ein bisschen kühler ist. "Leider nichts angebissen!" ruft sie mir entgegen. Ich schenkte uns zwei Gläser Rotwein ein, und sie setzte sich zu mir an den kleinen blauen Klapptisch vor unserem Wohnmobil. Sie küsste mich zart, mit ihren weichen Lippen auf den Mund, wie es zwei verliebte tun. Wir sassen nebeneinander, schauten auf den ruhigen, spiegelglatten Stausee und stiessen auf unsere Reise an. Wie schön und friedlich es hier doch ist. Keine schlechten Menschen die einem das Wohnmobil aufbrechen, keine komischen Gestalten die einem Angst machen, wie wir es in den letzten zwei Monaten, die wir jetzt unterwegs sind von einigen Campern gehört haben.
Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu, ein schöner Dezembertag in Spanien, wo die Tage noch so richtig warm sind. Der Himmel war wolkenlos, zartblau und wechselte langsam in ein schönes Abendrot. Wir genossen die Stimmung und die laue Temperatur. Das Panorama der umliegenden Berge und Hügel spiegelte sich in dem ruhigen See, es war einfach herrlich.
Plötzlich kam eine kalte Brise über den Stausee und zerstörte die schöne Idylle, viele kleine Wellen reflektierten die nun dunkelrote Sonne, sie stand schon tief im Westen und das Licht warf lange Schatten der knorrigen Bäume über unseren Stellplatz. Ein Schatten bewegte sich jedoch auf uns zu, und wir folgten erschrocken mit weit aufgerissenen Augen dem langen, näherkommenden schwarzen Flecken auf der Erde.
Nun stand "Es" vor uns, die dunkle hagere Gestalt.
Fortsetzung folgt...

Sonntag, 27. Januar 2008

Hello People

Dieses Bild ist extra für unsere Kathy. Wurde bei der letzten Post leider vergessen, Sorry.
Wir sitzen immer noch in Gruissan und bemühen uns um Arbeit. Es ist schon ein Vorteil, wenn man mal länger an einem Ort ist, man lernt die verrücktesten Leute kennen. Sowie Chantal und Dieter, ein Schweizerpaar dass mit einem Hürlimann-Traktor und einem umgebauten Bauanhänger seit 1 1/2 Jahren unterwegs ist. Wirklich liebe Leute die uns viele Tips geben konnten und mit denen wir auch einiges unternehmen. Sie waren mit Ihrem Gespann in Griechenland, Rumänien bis nach Dänemark und hierhin nach Südfrankreich unterwegs. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 - 30 km/h. Es gibt also noch mehr verrückte auf dieser Welt.
Gruissan hat eine über 1000-jährige Geschichte und so sieht die Altstadt auch aus. Früher war es mal eine Insel, die von Stürmen regelmässig überschwemmt, und auch von den Sardenen (Piraten) heimgesucht wurde. Um 1908 wurden am Strand von Gruissan die ersten Chalets für Touristen errichtet, eigentlich eher hölzerne Pfahlbauhäuschen.
Nach längeren Recherchen über die Bewohner von Gruissan entdeckten wir, dass sie sich aufrecht auf den Hinterbeinen fortbewegen. Die Weibchen sind das ganze Jahr über empfänglich für das Balzen der Männchen. Mit rotem Kopf und Sack tanzen die Männchen um die Weibchen bis es den schönsten an sich ran lässt. Nach einer Tragzeit von ca. 270 Tagen wirft das Weibchen 1 - 2 Junge und zieht sie liebevoll auf, bis sie Flügge sind. Einige Exemplare bleiben sich ein Leben lang treu.