Montag, 23. Juni 2008

Hej.....hejhej

<
Nach einer aufregenden Fahrt durch die wilde Autobahnlandschaft von Deutschland erreichten wir nach zwei Tagen Fehmarn-Puttgarden.
....Auf der Höhe Karlsruhe überholte uns ein Mercedes mit Anhänger saumässig schnell, auf dem Anhänger eine Matratze (Bicoflex oder so). Unser Gedanke: "die hält nicht richtig, die fliegt irgendwann weg." Fünf Kilometer weiter überholt uns ein LKW mit rasantem Tempo, Roland konzentriert sich, achtet gebannt auf den Auflieger wie er an unserer Führerkabine vorbeizieht. "Wenn er an uns vorbei ist, gebe ich dem Fahrer das Zeichen mit der Lichthupe, dass er wieder einbiegen kann." Es ist soweit, Roland lässt die Schweinwerfer aufblitzen, der Laster reagiert nicht. Wir schauen wieder nach vorn und wissen jetzt wieso der Laster nicht einbiegt!!!!! Oh Schreck, da liegt mitten auf unserer Fahrspur eine Matratze (Bicoflex oder so)! Ein gekonntes Ausweichmanöver auf den Pannenstreifen und wieder zurück auf die Fahrspur, rettet der Matratze und dem herbeieilenden Matratzenbesitzer das Leben.....
Die Fähre von Fehmarn-Puttgarden brachte uns dann sicher und heil nach Dänemark. Von wo aus es logischerweise nach Schweden ging. Hier in Schweden, genauer gesagt in Sorsele, etwa hundert Kilometer südlich vom Polarkreis, wollen wir einen Freund und eine Freundin aus jungen Jahren besuchen.
Nun sind wir in ein einem Land, dass uns schon seit langem faszinierte, mit den riesigen endlosen Wäldern, den unzähligen Seen und Mücken und dem saumässig teurem Alkohol!!!!
Wir wollen euch nicht länger mit unseren langweiligen Geschichten belästigen, sondern mit einigen schönen Bildern belohnen.



Dienstag, 6. Mai 2008

Stillstand

Der Tachometer und die Räder von Strieli haben sich seit dem 8. März nicht mehr bewegt und wir alle, Lini, Roli, Pastis und Strieli freuen sich auf den 5. Juni. Bis dahin sollten wir alle wichtigen Papiere für unser Raubtier beisammen haben, damit wir ohne Probleme in Schweden einreisen können. In der Zwischenzeit machen wir uns nützlich und verdienen etwas dazu, um unsere Reisekasse aufzustocken. Es war schon sehr teuer bis jetzt und Schweden soll auch nicht gerade billig sein.
Adeline jobbt im Service und Roland pflegt fremde Wohnmobile.



FORTSETZUNG DER WAHREN GESCHICHTE
Als die Gestalt nur noch zwei Meter von uns entfernt war, konnten wir seine Augen sehen. Kleine Schlitze in denen die blaugrünen Pupillen hämisch glitzerten, boshaft und verstohlen zogen sie uns in ihren Bann. Ein ungepflegter, struppiger Bart und Schnauz verdeckte fast den Rest seines runzligen Gesichts.
Was macht diese eigenartige Person, um diese Zeit hier draussen am Stausee? Das nächste Dorf liegt weit entfernt, sicher zwei bis drei Stunden Fussmarsch. Und so wie der sich bewegt, mit seinem abgemagerten und ausgemergelten Körper, hätte er sicherlich doppelt solange, dorthin zu kommen. Mit einem freundlichen "Olla" begrüssten wir den Fremden, wir sind ja in Spanien und da macht man das so! "Hallo" erwiderte der Fremde, "seid Ihr ganz allein hier draussen?" Adeline antowrtete mit einem klaren "Ja" und sah mich verwundert an, eine dämliche Frage, dachten wir.Es ist ja weit und breit niemand sonst zu sehen. "Habt ihr denn keine Angst an so einem abgelegenen Ort?" Seine Stimme klang plötzlich anders, bedrohlich und einschüchternd. Es lief uns kalt den Rücken runter. Der Wind blies einige Nebelfetzen über den See, direkt zu unserem Lagerplatz, eine gespenstische Stille machte sich breit.
Erst jetzt bemerkten wir, dass der Mann mit seiner verlotterten und schmutzigen Kleidung, perfekt Deutsch sprach. Mahnend hob er seinen rechten Zeigefinger, "dreiundzwanzig.......ja genau, dreiundzwanzig Camper" sagte er und machte eine kleine Pause, die er mit eiinem tiefen Seufzer unterbrach.
"Was ist mit denen?" fragte ich.
Er antwortete, fast flüsternd und schaute sich immer wieder links und rechts über die Schulter, als ob ihn jemand verfolgt hätte. "Dreiundzwanzig Camper wurden letztes Jahr an diesem Stausee überfallen und ausgeraubt."
Adeline schaute mich völlig entsetzt und mit weit aufgerissenen Augen an!!! Der greise, verlotterte Mann bäumte sich vor uns auf und seine Stimme bebte beinahe "....und drei davon wurden auf grauenvolle und brutale Weise umgebracht!"

Montag, 17. März 2008

Die Schweiz

hat uns wieder, aber nicht für lange, den Ende Mai geht es weiter, weiter nach Norden. Schweden wirt unser nördlichstes Ziel von Europa sein, mit seinen tausenden Seen und den unendlichen Wäldern. (Vielleicht fangen wir ja da mal einen Fisch).
Wieso sind wir eigentlich schon wieder bei den Eidgenossen, wollt Ihr ja sicher wissen???
Erstens und das Wichtigste: Kathrin (die, die mit unserer Post tanzt), die liebe Kathrin hatte am 8. März eine runde Geburtstagsparty, und da wollten wir Sie erschrecken, äh überraschen. Zweitens und auch sehr wichtig: Pastis, unser vierbeiniges Durchfallmonster, das immer so artig unterm Tisch sitzt undimfurzzenweltmeisterwäre, darf nicht nach Schweden.
Das heisst, er braucht einen speziellen Bluttest wegen der Tollwut und so verschiedenem, dabei strotzt der Junge nur so vor Gesundheit.
Diese Tests müssen vom Tierarzt in ein Labohr geschickt werden und das kann einige Zeit dauern. Auch von der Verständigung her, ist es für uns hier in der Schweiz einiges einfacher als irgend wo in den Pampas.

Dritter und auch sehr wichtiger Grund: weil wir eure runzligen Ärsche vermisst haben!

Da wir nun für eine kurze Zeit mit unserer Reise pausieren und es nichts zu berichten gibt, werden wir mit der Fortsetzung „Heisse Tardes, kalte Noches“ fortfahren. Eine wirklich wahre Geschichte. Also besucht uns regelmässig auf unserer Website. Wir lassen euch nicht im Stich, auch wenn wir in der Schweiz weilen.

Sonntag, 2. März 2008

Bella Italia

Heyä Stoooopä....perque tue niente halto bi die Signaliii!!! Äää tue niente comprende....borgodio nänemale uerä Touristico.
Die ersten Worte eines kleinen Italiener, aus sini Baracca, als wir auf einen Stellplatz in
San Remo Fahren wollten. Nun gut wir sind im Land des Temperamentes?
Zuvor ging es aber gemächlich (comme-çi comme-ça) durch Cannes, die Stadt des Filmfestivals. An vielen Fassaden der alten Gebäude sind Filmgrössen wie Alain Delon oder Marilyn Monroe aufgemalt in XXLLX Grösse. Das schönste wollen wir euch nicht vorenthalten.......


Es folgte Nice mit grossen Hotelkomplexen, wo man an der Strandpromenade ein bisschen wichtig Promenieren und Schickimicki aussehen kann.
Oh aber jetzt....... Fahren wir durch den Corso von Monte Carlo, ein spezielles Erlebnis
für uns.
In der Galleria (wenn denn die so heisst) unten am Meer, haben wir alles aus Strieli rausgeholt.
Der Diiächsel vom Anhänger zog sich in die Länge (durchdiebeschleunigung) und verlor so eine gute Sekunde auf Strieli, wir gingen als erste an der schwarz - weiss Flagge vorbei, als Sieger...!!!


Und Schwupps bist du in Italien.
San Remo hielt uns nicht lange auf, es zog uns nach einer unruhigen Nacht, weiter die Küste hinauf. Es ist eine wunderschöne Strecke am Meer entlang und man könnte die Fahrt geniessen, wenn da nicht die wären, die sich in ihre hautengen Sportleggingsanzüge zwengen wo man die Eier von weitem sieht , ich spreche (pardon schreibe) von den vielen Velofahrern die unbedingt mal die Strecke San Remo – Milano bezwingen wollen. Sie fahren stets nebeneinander und sind auf der relativ engen Strasse kaum zu überholen. Aber wenn wir sie mal überholt haben, schalten wir (ich) einen Gang runter und lassen eine schöne schwarze Wolke aus unserem Auspuff „Meine Rache“!
Nun sind wir in Diano Marina auf einem schönen Stellplatz für Wohnmobile und stehen zwischen alten hochgewachsenen Olivenbäumen und lassen uns die Sonne auf den Pelz brennen. Hier möchten wir an Moni und Leo ein herzliches Dankeschön sagen für die zwei phänomenalen Nachtessen und die lässige Nachbarschaft.