Montag, 17. November 2008

Sesshaft

Endlich finden wir, in unserem momentan sehr bewegten Leben, wieder etwas Zeit um Euch über unsere Ziele zu informieren. Nun wir hatten in den letzten zwei Monaten, in denen ihr nichts von uns gehört habt, ein volles Programm. Wir mussten uns entscheiden, Strieli (unser geliebtes Wohnmobil) innerhalb von zwei Monaten wieder auf Vordermann zu bringen oder unser Vorhaben, drei Jahre die Welt zu bereisen, endgültig an den Nagel zu hängen. Wiso zwei Monate für Strielis reparaturen? Strieli hat diverse Mängel(Alterserscheinung), koridierte Elektronik die auch zum ausstieg der zwei Wasserkühlventilatoren führten. Das sogenannte "HOCHGLOCKNERISCHE WASSERVERLUSTSYNMDROM" riss im Motorblock/Zylinderkopfdichtung/Dieselturboeinspritzdüsendefekt. Aber auch im Wohnbereich traten diverse Mängel auf,die fünfundzwanzigtausend Kilometer gingen eben nicht einfach spurlos an ihm vorbei. Die zwei Monate hätten knapp gereicht um alles zu reparieren und die finanziellen Mittel wären wohl enorm gewesen. Aber wir wollten in zwei Monaten auch Griechenland erreichen, denn da wartete Arbeit auf uns. Wir sagen nur "Olivenplantagen". Das hätte unsere Reisekasse wieder aufgefüllt, so dass wir ohne Sorgen den Norden von Afrika hätten bereisen können. Arbeit hätten wir sehr schnell gefunden und einen guten Platz zum campieren auch, doch da war das Bedürfnis nach einem richtigen Bett, einer Badewanne, einer Toilette die nicht alle drei Tage geleert werden muss, enorm gross. "WIR MUSTEN UNS ENTSCHEIDEN!" Wir entschieden uns für die Badewanne, die Küche, das richtige Bett und die Toilette, die nicht alle drei Tage geleert werden muss. Also wir sind wieder sesshaft geworden in Maschwanden, in einer Dreizimmer-Dachwohnung und alles ist purer Luxus nach einem Jahr Wohnmobilleben. Adeline hat einen kaufmännischen Job bei der Firma Müller in Rotkreutz und ich arbeite im Moment bei Google Security. Strieli wird natürlich auf Vordermann gebracht, denn wir haben schon wieder neue Ziele: Highlands, Ireland und Nimmerland, aber dass alles hat noch viel Zeit. Wir sind froh, haben wir ein schönes neues Zuhause und sind in der nähe unserer Familien und Freunde, denn wir brauchen Sie alle um glücklich zu sein.

Donnerstag, 4. September 2008

Smokendes Water

Die Welt bereisen war unser Ziel,
von unserm Glück verlangten wir viel.
Hoffnung war unser steter Begleiter,
dass ja nichts passiert und so weiter.

Der Strieli ist ein altes Gefährt,
ist gut gelaufen und hat sich bewährt.
Schotterpisten und Holperstrassen,
hat er gekonnt hinter sich gelassen.

Von Gibraltar bis zum Nordkap hoch,
und in den Süden, das wollten wir noch.
In Österreich aber war dann Schluss,
weil Strieli über die hohen Berge muss.

Der Tauern war wohl viel zu steil,
das fand der Strieli nicht mehr geil.
Das Wasser kochte im Motor,
ich sage nur... weisser Rauch aus Auspuffrohr.

Nun sind wir schon wieder in der Schweiz,
ich denk wir besaufen uns in der nächsten Beiz.
Es war zwar kurz, doch wunderschön,
so vieles haben wir gesehen.

Arbeit suchen ist unser neues Ziel,
von unserem Geld, da blieb nicht viel.
Und eine Wohnung wollen wir haben,
wir haben genug vom schlafen im Wagen.


Zahlen die vielleicht interessieren
Gesamtstrecke: 25'000 Kilometer
Diesel: 2'730 Liter
Dieselkosten: 6'006.00 Franken
Tankstellenstops: 42 x
Gebühren für Strassen/Tunnel/Fähren: 1'000.00 Franken
Lebenserhaltungskosten: 25'000.00 Franken
Wohnmobil Gesamtkosten: 16'000.00 Franken
Bussen: 0.00 Franken
Nette Menschen kennen gelernt: viele
Idioten kennen gelernt: auch viele

Samstag, 23. August 2008

Altes Russland


Nach einer ruhigen Überfahrt von Helsinki nach Tallin, fanden wir an einer wunderschönen Küste ein ideales Plätzchen zum verweilen. Sandstrand, Dünen und wenig Menschen, hier wollten wir einige Tage bleiben. Doch gegen den Abend kamen immer mehr Leute auf den schönen Platz. Sie stellten Generatoren, Lautsprecher und Musikanlagen auf. Um unser Wohnmobil wurde ein regelrechtes Zeltdorf aufgebaut. Das gibt wohl eine Strandparty!!!!

Eigentlich freuten wir uns auf etwas Abwechslung. Gute Musik, flotte Jungs und heisse Mädchen. Nur wussten wir nicht wie die Esten saufen! In einer Hand eine Flasche Wodka, in der anderen irgendein Saft. Zuerst trinken sie einen kleinen Schluck Saft, danach wird mit einem kräftigen Schluck Wodka nachgespült. Also um acht Uhr ging die Party los und um neun waren alle so besoffen, dass sie nicht mehr stehen konnten.
Sicherheitsbeamte (Marke: russische gigababuschka), veni vidi vici, und es war Ruhe auf dem schönen Platz..
Schlaglöcher, Kies- und Schotterstrassen belgeiteten uns durch Estland, Lettland, Littauen, Polen und die Slowakei. Unsere Stossdämpfer und wir sind froh, dass wir nun im Land der feschen Dirndl, der flotten Burschen und des süssen Kaiserschmarrns angekommen sind.
Nun möchten wir von hier aus ganz speziell dem Michel S. zu seinem 19. Geburtstag gratulieren, wir wünschen ihm stets genügend Geld im Sack, gute Gesundheit und scharfe Bräute.
Auch freut es uns sehr zu hören, dass Zipfel alias Puma regelmässig unseren Blog liest.
Und nun kommt das grösste, endlich könnt Ihr den dritten und letzten Teil der wahren Geschichte vom Stausee in Spanien lesen. Viel Spass!!!



DIE WAHRE GESCHICHTE, Teil 3
"Was? Fünfundzwanzig ausgeraubte, und drei Tote hier draussen?" Wir stellten uns schon vor, wie dunkle Gestalten in der immer näherkommenden Nacht unser Wohnmobil aufbrechen und uns massakrieren. "Warscheinlich wird es keiner von uns überleben".
Und prompt knallte etwas in dieser Nacht, mit enormer Gewalt an unser Fahrtzeug. Der Lärm riss uns beide aus dem Schlaf.
"Was war das?" fragte Adeline mich. Mein Herz raste und ich schaute sie mit weit aufgerissenen Augen an. "Keine Ahnung Liebes. Es ist besser wenn wir uns auf auf das Schlimmste gefasst machen!"
Nun sassen wir, angezogen und bereit für alles, an unserem Tisch. An schlafen war nicht mehr zu denken. Uns kamen die Worte des eigenartigen Mannes, der aus dem nichts aufgetaucht war wieder in den Sinn.

Als ich dem komischen Typen zu verstehen gab, dass seine Schauergeschichte ein bisschen weit hergeholt ist, und wir sicher die einzigen Camper seit geraumer Zeit an diesem Stausee sind, sah er mich aus seinen kalten eisigen Augen an und meinte grinsend: "Camper reden doch gerne über solche Geschichten?"
Juan, so stellte er sich uns vor, richtete seinen Blick immer wieder auf die Whiskyflasche, die auf unserem Campingtisch stand. "Juan, wer nennt sich schon Juan! So heisst doch jeder zweite Spanier. Genau so dämlich wie wenn sich ein Spanier in Deutschland Hans nennen würde."
Ich schenkte einen kräftigen Schluck Whisky in ein Glas und streckte es Juan hin. Seine, von Gicht befallenen schmutzigen Finger griffen gierig zu und er schüttete den Inhalt in einem Zug den Rachen hinunter. "Ach," meinte er wieder mit demselben eigenartigen Grinsen, "ich war früher mal Alkoholiker und sollte eigentlich nichts mehr trinken." Im selben Moment, als der dies sagte, stand er auf; denn in der Zwischenzeit kauerte er vor uns auf dem Boden; bewegte sich auf uns zu, schnappte den Whisky und füllte sein Glas bis zum Rand voll. Adeline brachte den Whisky schon mal ins Wohnmobil in Sicherheit. Sie blieb auch gleich drinnen und fing an unser Grillfleisch zu marinieren. Juan beobachtete sie genau und man konnte sehen wie ihm das Wasser im Munde zusammenlief als er das köstliche rote Fleisch sah.
Mittlerweile holte ich unseren kleinen Grill hervor und machte Feuer darin. Juan setzte sich in seiner Kauerstellung immer näher an das Feuer, dass sein Gesicht nun von den flackernden Flammen in eine irrwitzige Fratze verwandelte und in seinem halboffenem Mund erstrahlten die übriggebliebenen Eckzähne in einem düsteren rot.
Es war an der Zeit, dem uneingeladenen Gast klar zu machen, dass wir jetzt gerne alleine sein wollten. "Hey Hans, äh Juan," sagte ich zu ihm, "wir möchten jetzt gerne alleine zu Abend essen, und es ist gut wenn Du wieder dahin gehst wo Du hergekommen bist."
Ohne ein Wort stand er auf, schenkte uns mit seinen eiskalten blauen Augen einen argwöhnischen bösen Blick und verschwand in der Dunkelheit.
Es war etwa drei Uhr als wir uns entschlossen, noch mal ins Bett zu gehen, es war ja die letzten eineinhalb Stunden still und ruhig ums Wohnmobil. So schliefen wir tief und fest, bis wir einigermassen ausgeruht um acht Uhr aus den Federn krochen. Adeline wollte als erstes unbedingt wissen, was den enormen Knall in der Nacht verursacht hat, und ich war natürlich auch neugierig zu erfahren was das war.
So umrundeten wir zusammen, natürlich mit den schlimmsten Erwartungen, das Wohnmobil. Vorne rechts an der Motorhaube fanden wir einige blutspritzer und oberhalb am Alkoven war auch alles voll mit Blut verschmiert. Vor unseren Füssen lag ein pelziges Tier in der grösse einer Katze. Wir glaubten es kaum, es war eine enorm grosse Fledermaus. Als wir sie mit Hilfe eines Stockes auf den Rücken drehten, schreckten wir zurück! Der Mund war weit aufgerissen, kleine Blutverschmierte Eckzähne ragten hervor und es wehte uns ein fauliger, modriger Gestank entgegen. Die kleinen blauen, eiskalten Augen blickten uns leblos an.

Ende der Geschichte

Donnerstag, 31. Juli 2008

Zither-Partie in Helsinki

Nun sind wir im Süden Finnlands und geniessen die warmen Sonnentage in Helsinki. Die Nächte werden wieder dunkler und die Mücken und Knots sind in Schweden geblieben. Ein Teil von uns bleibt wohl auch immer in Skandinavien; ob Norweger, Schweden oder Finnen, es sind alles sehr nette, hilfsbereite Menschen. Wirklich schade, sprechen wir nicht die verschiedenen Sprachen der Länder die wir momentan durchreisen.
Im Moment sitze ich vor dem Denkmal von Alexander II. und schreibe am Text dieses Blogs, und Adeline musiziert auf der anderen Seite des Denkmals. Sie spielt Schwyzer-Zither und ist für viele Touris (vor allem Japaner) ein schönes Fotomotiv. Und nebenbei gibt's noch ewas Kleingeld, gut für unsere Reisekasse.
Ich durfte meinen Teil noch in Schweden beisteuern, natürlich mit Hochdruckreinigungen, Dächer und so.


Pastis, der alte Schwerenöter hinterlässt ein gebrochenes Hundeherz in Schweden zurück, wie in fast allen anderen Orten wo wir länger campierten. Er ist schon ein echter Franzose.


Morgen, 1. August, 11.30 Uhr verlassen wir Skandinavien mit der Fähre Viking XPRS, 185 Meter lang, 27,7 Meter breit und ziemlich hoch, nach Tallin (Estland). Wir freuen uns auf neue Erlebnisse, neue Eindrücke und neue Menschen.
So möchten wir uns noch bei Paul und Gabi Keller für Ihre Gastfreundschaft, das Leatherman und den Counter bedanken (Grüsse auch an Laila und Kiara).
Und Gabi Lienhart (Löwenherz) mit ihren Schlemmereien und Desserts, Daniel Häggström mit seiner Gitarre (The Guitarman from Sorsele), euch werden wir nie vergessen.
(auch diesmal freuen wir uns wieder über eure Kommentare)

Dienstag, 15. Juli 2008

Mücken, Knots und helle Nächte....

Sorsele, unser erstes Ziel in Schweden haben wir erreicht. Ein verschlafenes Dorf auf der Hauptroute von Schweden zum Nordkap. Zwei Tankstellen, eine Pizzeria die meistens geschlossen ist und weder Wein noch Bier ausschenkt. Eine Bank, ein Hotel, zwei Lebensmittelgeschäfte, Touristeninformation und Werkzeugladen sind auch vorhanden. Und es hat auch einen SystemBolag (Schwedischer Alkoholladen). Der älteste Teil des Dorfes liegt auf einer Insel im Vindelälven, dem Fluss der die Landschaft prägt. Langsam und träge fliesst hier das Wasser in Richtung Süden, doch weiter oben im Norden zwängt er sich durch enge Schluchten und wird zum reissenden Wildwasser.
Herzlich wurden wir von unseren Freunden die wir besuchten, empfangen. Die Freude war gross, sich nach vielen Jahren wieder zu sehen. Wir bekamen viele Tips von guten Angelplätzen und wunderschönen Orten zum Campieren.

Aber auch andere freuten sich über unser kommen. Die Mücken, es sind kleine lästige Blutsauger die einem stechen, nerven und juckende, rote Stellen hinterlassen. Noch schlimmer sind die Knots, eine Fliegenart mit kleinen fiesen Scheren als Kauwerkzeug, sie fressen sich durch die Haut bis sie an dein Blut kommen, erst dann spürst du sie (gelobt sei dem Antibrumm, Amen).
Fürs erste wollten wir unsere Freunde nicht zu sehr strapazieren und gönnten ihnen eine Pause von uns. So machten wir einen Abstecher zum Punkt 71Grad 10Minuten 21Sekunden, das Nordkap. Die nördlichste Stelle Europa´s Festland. Eigentlich ist dies nicht ganz richtig, denn das Nordkap befindet sich auf einer Insel, und man erreicht es durch ein 6,9 km langes Tunnel, das 212 Meter unter dem Meer durchgeht, mit einer Steigung von 9-10%. Strieli musste ganz schön schuften.
Die Fahrt dahin, durch Schweden, Finnland und Norwegen ist faszinierend und abwechslungsreich. Von den dichten Wäldern Schwedens und Finnlands über die kargen Hügellandschaften Norwegens. Nur schon das überschreiten des Polarkreises ist etwas spezielles und man sollte, so sagt man, den Polarkreis rückwärts überschreiten. Denn wenn man es nicht macht, lässt einem der Norden nie mehr los...!!!

Montag, 23. Juni 2008

Hej.....hejhej

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Nach einer aufregenden Fahrt durch die wilde Autobahnlandschaft von Deutschland erreichten wir nach zwei Tagen Fehmarn-Puttgarden.
....Auf der Höhe Karlsruhe überholte uns ein Mercedes mit Anhänger saumässig schnell, auf dem Anhänger eine Matratze (Bicoflex oder so). Unser Gedanke: "die hält nicht richtig, die fliegt irgendwann weg." Fünf Kilometer weiter überholt uns ein LKW mit rasantem Tempo, Roland konzentriert sich, achtet gebannt auf den Auflieger wie er an unserer Führerkabine vorbeizieht. "Wenn er an uns vorbei ist, gebe ich dem Fahrer das Zeichen mit der Lichthupe, dass er wieder einbiegen kann." Es ist soweit, Roland lässt die Schweinwerfer aufblitzen, der Laster reagiert nicht. Wir schauen wieder nach vorn und wissen jetzt wieso der Laster nicht einbiegt!!!!! Oh Schreck, da liegt mitten auf unserer Fahrspur eine Matratze (Bicoflex oder so)! Ein gekonntes Ausweichmanöver auf den Pannenstreifen und wieder zurück auf die Fahrspur, rettet der Matratze und dem herbeieilenden Matratzenbesitzer das Leben.....
Die Fähre von Fehmarn-Puttgarden brachte uns dann sicher und heil nach Dänemark. Von wo aus es logischerweise nach Schweden ging. Hier in Schweden, genauer gesagt in Sorsele, etwa hundert Kilometer südlich vom Polarkreis, wollen wir einen Freund und eine Freundin aus jungen Jahren besuchen.
Nun sind wir in ein einem Land, dass uns schon seit langem faszinierte, mit den riesigen endlosen Wäldern, den unzähligen Seen und Mücken und dem saumässig teurem Alkohol!!!!
Wir wollen euch nicht länger mit unseren langweiligen Geschichten belästigen, sondern mit einigen schönen Bildern belohnen.



Dienstag, 6. Mai 2008

Stillstand

Der Tachometer und die Räder von Strieli haben sich seit dem 8. März nicht mehr bewegt und wir alle, Lini, Roli, Pastis und Strieli freuen sich auf den 5. Juni. Bis dahin sollten wir alle wichtigen Papiere für unser Raubtier beisammen haben, damit wir ohne Probleme in Schweden einreisen können. In der Zwischenzeit machen wir uns nützlich und verdienen etwas dazu, um unsere Reisekasse aufzustocken. Es war schon sehr teuer bis jetzt und Schweden soll auch nicht gerade billig sein.
Adeline jobbt im Service und Roland pflegt fremde Wohnmobile.



FORTSETZUNG DER WAHREN GESCHICHTE
Als die Gestalt nur noch zwei Meter von uns entfernt war, konnten wir seine Augen sehen. Kleine Schlitze in denen die blaugrünen Pupillen hämisch glitzerten, boshaft und verstohlen zogen sie uns in ihren Bann. Ein ungepflegter, struppiger Bart und Schnauz verdeckte fast den Rest seines runzligen Gesichts.
Was macht diese eigenartige Person, um diese Zeit hier draussen am Stausee? Das nächste Dorf liegt weit entfernt, sicher zwei bis drei Stunden Fussmarsch. Und so wie der sich bewegt, mit seinem abgemagerten und ausgemergelten Körper, hätte er sicherlich doppelt solange, dorthin zu kommen. Mit einem freundlichen "Olla" begrüssten wir den Fremden, wir sind ja in Spanien und da macht man das so! "Hallo" erwiderte der Fremde, "seid Ihr ganz allein hier draussen?" Adeline antowrtete mit einem klaren "Ja" und sah mich verwundert an, eine dämliche Frage, dachten wir.Es ist ja weit und breit niemand sonst zu sehen. "Habt ihr denn keine Angst an so einem abgelegenen Ort?" Seine Stimme klang plötzlich anders, bedrohlich und einschüchternd. Es lief uns kalt den Rücken runter. Der Wind blies einige Nebelfetzen über den See, direkt zu unserem Lagerplatz, eine gespenstische Stille machte sich breit.
Erst jetzt bemerkten wir, dass der Mann mit seiner verlotterten und schmutzigen Kleidung, perfekt Deutsch sprach. Mahnend hob er seinen rechten Zeigefinger, "dreiundzwanzig.......ja genau, dreiundzwanzig Camper" sagte er und machte eine kleine Pause, die er mit eiinem tiefen Seufzer unterbrach.
"Was ist mit denen?" fragte ich.
Er antwortete, fast flüsternd und schaute sich immer wieder links und rechts über die Schulter, als ob ihn jemand verfolgt hätte. "Dreiundzwanzig Camper wurden letztes Jahr an diesem Stausee überfallen und ausgeraubt."
Adeline schaute mich völlig entsetzt und mit weit aufgerissenen Augen an!!! Der greise, verlotterte Mann bäumte sich vor uns auf und seine Stimme bebte beinahe "....und drei davon wurden auf grauenvolle und brutale Weise umgebracht!"

Montag, 17. März 2008

Die Schweiz

hat uns wieder, aber nicht für lange, den Ende Mai geht es weiter, weiter nach Norden. Schweden wirt unser nördlichstes Ziel von Europa sein, mit seinen tausenden Seen und den unendlichen Wäldern. (Vielleicht fangen wir ja da mal einen Fisch).
Wieso sind wir eigentlich schon wieder bei den Eidgenossen, wollt Ihr ja sicher wissen???
Erstens und das Wichtigste: Kathrin (die, die mit unserer Post tanzt), die liebe Kathrin hatte am 8. März eine runde Geburtstagsparty, und da wollten wir Sie erschrecken, äh überraschen. Zweitens und auch sehr wichtig: Pastis, unser vierbeiniges Durchfallmonster, das immer so artig unterm Tisch sitzt undimfurzzenweltmeisterwäre, darf nicht nach Schweden.
Das heisst, er braucht einen speziellen Bluttest wegen der Tollwut und so verschiedenem, dabei strotzt der Junge nur so vor Gesundheit.
Diese Tests müssen vom Tierarzt in ein Labohr geschickt werden und das kann einige Zeit dauern. Auch von der Verständigung her, ist es für uns hier in der Schweiz einiges einfacher als irgend wo in den Pampas.

Dritter und auch sehr wichtiger Grund: weil wir eure runzligen Ärsche vermisst haben!

Da wir nun für eine kurze Zeit mit unserer Reise pausieren und es nichts zu berichten gibt, werden wir mit der Fortsetzung „Heisse Tardes, kalte Noches“ fortfahren. Eine wirklich wahre Geschichte. Also besucht uns regelmässig auf unserer Website. Wir lassen euch nicht im Stich, auch wenn wir in der Schweiz weilen.

Sonntag, 2. März 2008

Bella Italia

Heyä Stoooopä....perque tue niente halto bi die Signaliii!!! Äää tue niente comprende....borgodio nänemale uerä Touristico.
Die ersten Worte eines kleinen Italiener, aus sini Baracca, als wir auf einen Stellplatz in
San Remo Fahren wollten. Nun gut wir sind im Land des Temperamentes?
Zuvor ging es aber gemächlich (comme-çi comme-ça) durch Cannes, die Stadt des Filmfestivals. An vielen Fassaden der alten Gebäude sind Filmgrössen wie Alain Delon oder Marilyn Monroe aufgemalt in XXLLX Grösse. Das schönste wollen wir euch nicht vorenthalten.......


Es folgte Nice mit grossen Hotelkomplexen, wo man an der Strandpromenade ein bisschen wichtig Promenieren und Schickimicki aussehen kann.
Oh aber jetzt....... Fahren wir durch den Corso von Monte Carlo, ein spezielles Erlebnis
für uns.
In der Galleria (wenn denn die so heisst) unten am Meer, haben wir alles aus Strieli rausgeholt.
Der Diiächsel vom Anhänger zog sich in die Länge (durchdiebeschleunigung) und verlor so eine gute Sekunde auf Strieli, wir gingen als erste an der schwarz - weiss Flagge vorbei, als Sieger...!!!


Und Schwupps bist du in Italien.
San Remo hielt uns nicht lange auf, es zog uns nach einer unruhigen Nacht, weiter die Küste hinauf. Es ist eine wunderschöne Strecke am Meer entlang und man könnte die Fahrt geniessen, wenn da nicht die wären, die sich in ihre hautengen Sportleggingsanzüge zwengen wo man die Eier von weitem sieht , ich spreche (pardon schreibe) von den vielen Velofahrern die unbedingt mal die Strecke San Remo – Milano bezwingen wollen. Sie fahren stets nebeneinander und sind auf der relativ engen Strasse kaum zu überholen. Aber wenn wir sie mal überholt haben, schalten wir (ich) einen Gang runter und lassen eine schöne schwarze Wolke aus unserem Auspuff „Meine Rache“!
Nun sind wir in Diano Marina auf einem schönen Stellplatz für Wohnmobile und stehen zwischen alten hochgewachsenen Olivenbäumen und lassen uns die Sonne auf den Pelz brennen. Hier möchten wir an Moni und Leo ein herzliches Dankeschön sagen für die zwei phänomenalen Nachtessen und die lässige Nachbarschaft.

Sonntag, 17. Februar 2008

Die andere Geschichte


Wir tuckerln gerade durch die Provence Richtung Côte d'Azur: St.Tropez, Cannes, Nizza, Monte Carlo und weiter Richtung Italien nach San Remo. Unser nächstes Ziel.
Da wir einen ganzen Monat in Gruissan verbrachten und Ihr das eh schon wisst, gibts im Moment auch nichts neues zu berichten. Darum berichten wir euch jetzt über die wahre Geschichte am Stausee in Spanien.
(Anhang vom Samstag 8. Dezember, siehe Blogger: Kalte Noches, heisse Tardes)

Die andere Geschichte
Gerade kommt sie vom Stausee den Hang hinauf, in einer Hand die Angelrute, in der anderen einen Holzstock mit dem sie die gefangenen Fische erschlagen wollte. Ich rief ihr zu "Adeline, kann ich die Pfanne bereitstellen für die Fische?" Sie lächelte mir zu, in ihren Cowboystiefeln, den Jeans und dem rotkarierten Thermohemd, dass sie immer so gern trägt wenn es ein bisschen kühler ist. "Leider nichts angebissen!" ruft sie mir entgegen. Ich schenkte uns zwei Gläser Rotwein ein, und sie setzte sich zu mir an den kleinen blauen Klapptisch vor unserem Wohnmobil. Sie küsste mich zart, mit ihren weichen Lippen auf den Mund, wie es zwei verliebte tun. Wir sassen nebeneinander, schauten auf den ruhigen, spiegelglatten Stausee und stiessen auf unsere Reise an. Wie schön und friedlich es hier doch ist. Keine schlechten Menschen die einem das Wohnmobil aufbrechen, keine komischen Gestalten die einem Angst machen, wie wir es in den letzten zwei Monaten, die wir jetzt unterwegs sind von einigen Campern gehört haben.
Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu, ein schöner Dezembertag in Spanien, wo die Tage noch so richtig warm sind. Der Himmel war wolkenlos, zartblau und wechselte langsam in ein schönes Abendrot. Wir genossen die Stimmung und die laue Temperatur. Das Panorama der umliegenden Berge und Hügel spiegelte sich in dem ruhigen See, es war einfach herrlich.
Plötzlich kam eine kalte Brise über den Stausee und zerstörte die schöne Idylle, viele kleine Wellen reflektierten die nun dunkelrote Sonne, sie stand schon tief im Westen und das Licht warf lange Schatten der knorrigen Bäume über unseren Stellplatz. Ein Schatten bewegte sich jedoch auf uns zu, und wir folgten erschrocken mit weit aufgerissenen Augen dem langen, näherkommenden schwarzen Flecken auf der Erde.
Nun stand "Es" vor uns, die dunkle hagere Gestalt.
Fortsetzung folgt...

Sonntag, 27. Januar 2008

Hello People

Dieses Bild ist extra für unsere Kathy. Wurde bei der letzten Post leider vergessen, Sorry.
Wir sitzen immer noch in Gruissan und bemühen uns um Arbeit. Es ist schon ein Vorteil, wenn man mal länger an einem Ort ist, man lernt die verrücktesten Leute kennen. Sowie Chantal und Dieter, ein Schweizerpaar dass mit einem Hürlimann-Traktor und einem umgebauten Bauanhänger seit 1 1/2 Jahren unterwegs ist. Wirklich liebe Leute die uns viele Tips geben konnten und mit denen wir auch einiges unternehmen. Sie waren mit Ihrem Gespann in Griechenland, Rumänien bis nach Dänemark und hierhin nach Südfrankreich unterwegs. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 - 30 km/h. Es gibt also noch mehr verrückte auf dieser Welt.
Gruissan hat eine über 1000-jährige Geschichte und so sieht die Altstadt auch aus. Früher war es mal eine Insel, die von Stürmen regelmässig überschwemmt, und auch von den Sardenen (Piraten) heimgesucht wurde. Um 1908 wurden am Strand von Gruissan die ersten Chalets für Touristen errichtet, eigentlich eher hölzerne Pfahlbauhäuschen.
Nach längeren Recherchen über die Bewohner von Gruissan entdeckten wir, dass sie sich aufrecht auf den Hinterbeinen fortbewegen. Die Weibchen sind das ganze Jahr über empfänglich für das Balzen der Männchen. Mit rotem Kopf und Sack tanzen die Männchen um die Weibchen bis es den schönsten an sich ran lässt. Nach einer Tragzeit von ca. 270 Tagen wirft das Weibchen 1 - 2 Junge und zieht sie liebevoll auf, bis sie Flügge sind. Einige Exemplare bleiben sich ein Leben lang treu.

Sonntag, 13. Januar 2008

Die heiligen Marien des Meeres


Vorerst mal, in Rolis Frisur hat es keine Löcher. Eine Nahaufnahme seines Kopfes möchten wir euch ersparen, und auch das Zahbürsteli unter seinem Zolggen ist verschwunden.
Gut 10 Tage verweilten wir bei den heiligen Marien (Les Stes Maries de la Mer), ein wirklich zauberhaftes Städtchen. Alteingesessene Hippis würden sich freuen, es ist immer noch wie vor 25 Jahren. (keine modernen hässlichen Hotelbauten). Ein idealer Ort für Pferdeliebhaberinnen (Kathy&Sirene) sowie für Ornithologen (nichts ordinäres) und Strandläufer.
Die 600 nach Christus gebaute Kirche ist der Kern eines kleinen Dorfes mit vielen engen Gassen und verwinkelten Höfen mit kleinen Restaurants und Boutiquen. Die Krypta dieser alten Kirche beherbergt Sarah, die Schutzheilige der Zigeuner. Ein wirklich sehenswertes Städtchen.
Natürlich sind wir in der Zwischenzeit schon wieder weiter, das heisst zurück nach Gruissan. Hier wimmelt es nur so von Immobilienfirmen. Immer nur Urlaub hängt uns zum Hals raus, wir wollen mal was produktives machen. Extra für diesen Fall gestalteten wir eine neue Broschüre (natürlich auf französisch) von SSZ Hochdruckreinigungen. Siehe deutsche Version unten:



Junges Schweizer-Ehepaar
reist mit Hochdruck!

Mit unserem Hochdruckreinigungs-Service touren wir durch die Welt und möchten mit dieser Arbeit unsere Reise finanzieren.

Durch die langjährige, selbständige Ausübung dieser Dienstleistung in der Schweiz, bringen wir ein grosses Fachwissen mit.

Dienstag, 1. Januar 2008

Happy New Year

und genug Pastis für die nächsten Jahre...?

Wir sitzen in Stes Maries-de-la-Mer und geniessen einen 12-jährigen Armagnac. Es ist 20.00 Uhr, die letzten ankommenden Camper suchen noch einen Schlafplatz auf dem doch schon recht überfüllten Camperparkplatz. Rechts und links der Parkstrasse Camper soweit das Auge reicht. Der Mistral weht in sanften Brisen über unseren Strieli hinweg.
So, und jetzt zum wesentlichen. Unter unserem Esstisch, auf einer flauschigen Wolldecke liegt ein "Pastis".
1 Jahr, 1 Monat und etwa 5 Tage alt, männlich. Pastis ist unser neuer Wegbeleiter, den wir schon sehr ins Herz geschlossen haben. Ist ja logisch das der Name für den Hund von uns stammt. Für diejenigen die Pastis doof finden, besser Pastis als Bastard!!!
Es ist ein kluger Hund, ein waschechter Franszose aus Südfrankreich. Vom bezaubernden Ort Cessenon-sur-Orb, wo wir Weihnachten bei lieben Freunden verbringen durften. Und er lässt euch alle grüssen, WUFF!

Chèr Serge, chère Dominique, encore une fois merci beaucoup que vous avez nous confié "Pastis". Il s'est habitué très vite à nous. Il est intelligent, a un bon caractère et apprend très vite. Hier il etait chez le vétérinaire. Pastis a reçu des papiers, des vaccinations, un médicament contre les vers, une identification électronique et il est en bonne santé. Il dit à vous Bonjour!!

Wichtige Nachricht für Neuzugänger und langjährige Abonnenten unserer Strieliseite!
Um Kommentare zu schreiben, braucht Ihr euch nicht mehr Anzumelden. Wir haben dieses lästige Hindernis beseitigt um es dem einen oder andern leichter zu machen uns nette Kommentare zu schreiben.




Montag, 24. Dezember 2007

Joyeuses fêtes



Vor ca. 1 Woche verliessen wir Spanien endgültig. Kurz vor der französischen Grenze fanden wir eine Dutyfree-Stadt, spezialisiert auf die Fernfahrer. Mit tollen Dirnen-Angeboten zu Sonderkonditionen (die armen Trucker, brrrr). Einige der Damen wurden wohl schon vor einiger Zeit am Strassenrand vergessen.
Bis zu unseren Freunden in Cessenon-sur-Orb (da wo einst einer sein Bein rouinierte) legten wir exakt 8'384 km zurück. Nun ist eine längere Pause angesagt, wo wir alles wieder auf Vordermann bringen. Als erstes grosse Wäsche!!! Eine für Strieli und den Kleinen, eine für unsere Furzgürkli und last but not least eine Wäsche für uns. So lassen wir uns an der Sonne trocknen und feiern Weihnachten bei 24 Grad und Fondue Bourgignon im freien, mit eigenem Weihnachtsbaum. Wir wünschen euch frohe Weihnachten und senden wärmende Sonnenstrahlen. Von Herzen ein gutes Neues Jahr. Bis jetzt erlebten wir aufregende Zeiten und sind froh, dass alles gut gegangen ist. Das Motörli läuft und säuft wie am ersten Tag. Wir hoffen, dass es so weiter geht. Fische haben wir leider immer noch keine gefangen, lovely big sister und Gartenfloh.

Freitag, 14. Dezember 2007

Stürmische Nächte im Delta De L'ebre


Sind wir nicht Glückspilze? So konnten wir Strieli doch nur mal 4 Meter vom Wasser entfernt platzieren, an einer Flussmündung direkt am Meer. Einzelne Palmen, hohe Schilffelder mit viel Gevögel-gezwitscher. Das Flussufer teilten wir mit ca. 12 spanischen und 1 britischen Camper. Wir fischten (und schifften) am De L'ebre was das Zeugs hielt. Am 2. Abend erlebten wir einen einzigartigen, noch nie dagewesenen Sonnenuntergang. Eine sanfte Brise zog auf. Die Wolken zogen sich an roten, langen Bändern dahin. Vor lauter bestaunen des Naturschauspiels bemerkten wir nicht das wegfahren einiger Camper. Wir sollten noch erfahrten wieso.

Die Sonne ging unter, der Himmel blieb rot, zum Z'nacht gibt es Wurscht, Chäs und Brot!
Als Bettmümpfeli gabs wie üblich: Sternen gucken vor dem Strieli mit Verdauerli.
Mittlerweile hat sich die Brise zu einiem Stürmchen entwickelt. Damit Strieli nicht zuviel Seegang bekommt, und wir ruhig schlafen können, stellten wir kurzerhand den "Kleinen" auf die Breitseite von Strieli (als Schutz vor stärkeren Böen). Beruhigt gingen wir schlafen. Exakt um 2.00 Uhr schüttelte uns das "Chuten" aus dem Schlaf. Bei einem Rundgang ums Wohnmobil bemerkten wir, dass 3 weitere Camper fluchtartig den Platz verliessen. Nun hatten wir Schiss, dass uns Strieli aus den Latschen kippt. Sollten wir auch wegfahren? Doch wohin? Weit und breit kein Schutz. Also gab es nur eines für uns zu tun. In unser rüttelndes, trautes Heim zu sitzen, Kaffe zu trinken und Back Gammon zu spielen. (Die Partie ging an Roli).
So wollten wir in stoischer Ruhe die stürmische Zeit überstehen, wie der Brite, der auch geblieben ist (Der Trank sicher Tee mit seiner Gattin und spielte Scrabble).

Nun wissen wir, was dieses blutrote Abendrot bedeutet.

Samstag, 8. Dezember 2007

Kalte Noches + heisse Tardes


Schon lange haben wir Portugal und die Algarven hinter uns gelassen. Den südlichsten Zipfel von Europa wollten wir natürlich auch tangieren, aber oh Schreck!!! Kein idyllisches Plätzchen wo wir verweilen wollten. Alles nur Hotelneubauten und Baustellen an der südlichen Küste Spaniens. Wir denken auf jeden zweiten Spanier kommt ein Baukran. So zog es uns doch wieder vom Tummelplatz für Baufirmen in das Landesinnere und wurden in den Sierras fündig. Abgelegene Orte an schönen Stauseen wo wir tagelang alleine die Natur geniessen konnten und keinen Moment ausliessen zu fischen (bis jetzt aber ohne Erfolg, minus 1 Zäpfli und 3 Löffeli und es paar Meter Silch).

Wir hatten unsere Ruhe, na ja bis auf einmal, als ein komischer Kauz uns aufsuchte und uns Geschichten von 26 Überfällen auf Camper und 3 Tote im letzten Jahr erzählte. Aber dies ist eine andere Geschichte.

Am Tage haben wir bis zu 24 Grad, schön warm und super für den Dezember. In den Nächten jedoch wird es gerne 0 Grad und am Morgen hängt Reif an den Bäumen. Ein wunderschönes Bild wenn die Sonne aufgeht, aber Ar...kalt.

Dienstag, 27. November 2007

Algarven

Die portugiesischen Strassen (holper, holper) führten uns zu den schönen Algarven. Um unser Proviantlager aufzufüllen verschlug es uns in einen kleinen Mercado (Markthalle) in Vila do Bispo um mal einheimisch einzukaufen (und das mit unserem portugiesisch, ha ha). Es roch sehr nach Fisch..... Wir erbeuteten 6 Meeresfische (keine Ahnung wie man die zubereitet, geschweige denn wie sie heissen) und etwas Gemüse. Die Portugiesen sind wirklich sehr freundliche Leute, auch wenn man die Sprache absolut nicht beherrscht. Nachdem wir die Fische selber ausnahmen, grillierten wir Sie in einer Bucht an den Steilküsten.

Leider können wir im Moment keine Bilder hinzufügen, der Bloger will sie einfach nicht annehmen, obwohl es hochanständige Fotos sind. Auch dieses Problem kriegen wir bald in den Griff (lieber Jürg, falls Du einen guten Tip hast, sind wir Dir sehr dankbar dafür).

Momentan tuckerln wir durch die verschiedenen Sierras (Lizardfreundliche Gegend) von Spanien. Strieli, unser treuer Diener bringt uns über die steilsten, kurvigsten, holprigsten spanischen Pässe. Und natürlich wieder sicher runter, mit dem "Kleinen" der da hinten dran hängt. Bilder folgen.

Liebe Grüsse an euch alle. Immer wieder freuen wir uns, eure Kommentare zu lesen. Und so haben auch wir was zu lachen.

Bis bald Lini&Roli


Freitag, 23. November 2007

Strielis harter Aufstieg






Strielis harter Aufstieg, zurück auf die geehrte, geteerte Strasse!


Eine steile Kiesstrasse (ca. 8% Gefälle) führte uns zu diesem idyllischen Platz. An diesem wunderbaren Ort wollten wir etwas verweilen. Ein Strand für uns allein. In der letzten Nacht häts gseicht, und gseicht und gseicht was es hät mögä. Wir hatten da so unsere Zweifel ob unser Vorderradantrieb-Strieli diese Steigung mit Anhänger bewältigt. Auf trockenem Untergrund wäre es sicher möglich gewesen, in einem Zug diese Piste wieder hochzukommen. Oh oh, aber schon beim 1. Versuch stellten wir fest, dass wir nicht ein Viertel der Strecke schaffen. Der 2. Versuch endete noch miserabler. Bereits zum 2. Mal mit dem Anhänger die ganze, geschaffte Strecke rückwärts wieder nach unten in die Anlaufzone. Also grosses studieren, und das ohne Frühstück!!! Mehrere Möglichkeiten zogen wir in Betracht: Luft ablassen an den Vorderreifen für eine grössere Auflagefläche? Schneeketten montieren? Oder den ganzen Schotterweg im Rückwärtsgang hochfahren mit unserem Kleinen (Anhänger) an der vorderen Stossstange befestigt? Also mit viel Caracho und Tempo meisterten wir dieses Hinderniss. Wir sind stolz auf Strieli, das Spannset und den Chalberstrick. Unsere Reise konnte fröhlich weitergehen.

Beschwerliche Verbindungen

In Portugal sind nicht nur die Strassen schlecht sondern auch die Telefonverbindungen, endlich haben wir einen Platz gefunden wo wir wieder online sind.




Nach Santiago de Compostela liessen wir Spanien für den Moment hinter uns.

Auch für ungläubige ist es ein sehenswerter Ort, mit vielen kleinen verwinkelten Gassen, histerische Gebäude und an jeder Ecke eine kleine Kirche. Viele Pilger zieht es nach Santiago de Compostela um Ihre Erleuchtung zu finden, genau so viele Bettler säumen die Kirchenpforten um das Manna (Geld) zu finden. Die Temperaturen trieben uns immer noch weiter in den Süden. Wo es unsere geschundenen Knochen etwas wärmer haben. (Apropo Chnöchä) Und so sind wir mit unseren Gedanken bei der Wildkatze, der wir gute Besserung für ihre Hand wünschen.

Freitag, 16. November 2007

Ein Dankeschön







Buenas tardes amigos, ola







Im Moment sitzen wir an der Steilküste von Luarca (Nordspanien) und versuchen uns in spanisch zu verständigen. Die letzten drei Tage verbrachten wir in Mimizan (Frankreich) bis uns beinahe die Schweizertemperaturen einholten. Also zog es uns weiter nach Süden, aber auch hier sind die Nächte kalt, drum gehts bald weiter, weiter in den Süden. Von hier aus führt uns der Weg über Santiago de Compostela (dem heiligen St. Jakob die Gebeine zu schütteln) weiter nach Portugal. Dort soll es 22° warm sein.
Übrigens ohne die Hilfe von diversen lieben Menschen wären wir noch nicht soweit gekommen mit unserer Reise. Den bei den Vorbereitungen standen sie uns zur Seite und halfen tatkräftig mit, dass alles reibungslos funktionierte und weiterhin funktioniert.

Wir danken von Herzen für eure Mithilfe und Unterstützung:

  • Carrozzeria Änni Peter (sovieles für Strieli, zuvieles zum Aufzählen. Mir händ äs neus Rädli am Ahänger)

  • Carrozzeria Änni Merlo (Geschirr)

  • Guudii's Gudi (einer der wichtigsten Personen für unser Projekt)

  • Cathyyyy Kathrin (Administrative Verbindung zur Schweiz und Riesenstütze)

  • Jüüügggiiii Brother (Without you we did not have a Blogger, we love you!)

  • Oh Maaartiiin Martin (Du häsch eus erscht rächt uf Sprüng ghulfä mit em Wöhnmbi. s'Feischtär isch dicht im Alkove)

  • Ricoooo (Proviant für die ersten paar Jahre)

  • Gontenbächler (für Eure Liebe, Geduld und Euren Einstellplatz)


Also nochmals Riiiiiiiieseeeeeenherzlichen Daaaaaaank an euch alleeeeeeeee. Knuddel!

Zum Schluss noch ein Bild von unserem Sitzplatz.